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Feuerwehr führte Unterweisung zum Thema Absturzsicherung durch

Nienburg (MH). Einsätze in größeren Höhen bergen immer ein erhöhtes Unfallrisiko. Ob Personenrettung, Brandbekämpfung oder technische Hilfeleistung verlangen von den Einsatzkräften einiges an körperlicher und geistiger Stärke ab. Die Eigensicherung wird gerade in Höhen immer mehr in den Fokus gerückt. Hier ist die richtige Handlungsweise lebensnotwendig um sich, zu rettende Personen und die eigenen Einsatzkräfte zu schützen.

 

Größere Feuerwehren bzw. Berufsfeuerwehren unterhalten für Einsätze in größeren Höhen sogenannte Höhenrettungsgruppen. Diese Gruppen trainieren regelmäßig und deren spezielle Ausrüstung verlangt ein hohes Maß an Können. Die Freiwilligen Feuerwehren können die Ausbildungsinhalte meist aufgrund fehlender Zeit und Ausrüstung nicht umsetzen, so dass sie im Bedarfsfall auf spezielle Einheiten zurückgreifen.

Um in einem angemessenen Maß den Einsatzkräften das Thema Absturz- und Eigensicherung in Höhen nahezubringen, wurde an zwei Tagen unter der Leitung von Sven Bromage (Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Nienburg und Berufsfeuerwehrmann in Hannover) eine Grundeinweisung durchgeführt. Diese Einweisung bestand auf den Ausrüstungsmöglichkeiten vor Ort. Der erste Tag beinhaltete die theoretische Ausbildung und Knotenkunde bevor es am zweiten Tag in die Höhe ging.

Die Firma Lagerhaus Mittelweser GmbH, die gerade an der Weser ihre Lagerfläche erneuert, stellte zusammen mit einer Baufirma einen 45 Meter hohen Baukran für diese Ausbildung zur Verfügung. Mit der Ausrüstung des Gerätesatzes "Absturzsicherung" wurde der gesicherte Vorstieg in der vertikalen, sowie der Querstieg auf dem Kranausleger geübt.

An Material stand alles zur Verfügung, was der genormte Gerätesatz hergibt. Hier werden Gurte, Karabiner und Bandschlingen verwendet, wie man sie teilweise aus dem Bergsport- oder Industriekletterbereich kennt. 

Im Gegensatz zur "Speziellen Rettung aus Höhen und Tiefen" ist hier kein geplantes freies hängen im Seil und kein begleitetes ablassen von Personen in z.B. einer Schleifkorbtrage erlaubt.

Bei der Feuerwehr ist das Wissen um die Grundlagen der Absturzsicherung aber trotzdem ein sehr wichtiger Ausbildungsinhalt und sollte regelmäßig geübt werden.

Jede Einsatzkraft kann in die Situation kommen, lose Gegenstände sichern zu müssen, eine Person in der Höhe zu sichern, oder diese gesichert herunter zu begleiten.

Einiges kann mit der Feuerwehrleine und dem Sicherheitsgurt erledigt werden. Aber das Wissen um die Möglichkeiten und Einsatzgrenzen sollte stets vorhanden sein und vertieft werden.

Die praktische Ausbildung wurde durch so manchen Passanten von der Weserbrücke aus mit Staunen beobachtet.

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Fotobeschreibung
Bild_1: Sven Bromage (links) leitete die Fortbildung
Bild_2: Ein Baukran bei der Firma Bohnhorst konnte bei der praktischen Ausbildung sicher erklommen werden
Bild_3: Während eine Gruppe sich im Kran hinaufkletterte, sicherten Kameraden diese von unten
Bild_4: Ausbildungsteilnehmer innerhalb des Krangerüstes auf dem Weg nach oben
Bild_5: An der Spitze des Kranes wurde die Rettung des Kranführers geübt
Text & Foto(s): Marc Henkel, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nienburg/Wese

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01 Okt 2018;
20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Einsatzübung Fa. Leymann
15 Okt 2018;
20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Einsatzübung Dressurstall
24 Okt 2018;
19:00 Uhr -
Atemschutzstrecke
29 Okt 2018;
20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Einsatzübung Tannenhof

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